literarische und künstlerische Arbeit



Zeitraum/Jahr

Aktivitäten/Kontakte

Veröffentlichungen

1962 – 1966

Oberschulzeit in Rüdersdorf bei Berlin

Reportagen als Schülerarbeiten in der Tagespresse, erste Gedichte.

1966 – 1971

Chemiestudium in Greifswald,
Mitarbeit in der Studentengemeinde, Heirat, Familiengründung, Arbeit als Diplom-Chemiker in Rüdersdorf

Vorträge und Diskussionen als Vertrauensstudent, Texte zu den Studentenbällen, zahlreiche lyrische Versuche

1972 – 1978

Arbeit als Umweltschutzbeauftragter in der chemischen Industrie;
Gesprächskreisarbeit in der Kirchengemeinde, Mitarbeit an neuen Gemeindestrukturen.

Texte zu aktuellen Fragen einer „Kirche im Sozialismus“, Vorträge, frühe Gedichte.

1979 – 1983

Ausbau des Hauses, intensives Familienleben, großer Freundeskreis, Kontakte zum Aufbau-Verlag, lange Krankenhausaufenthalte, Erblindung

Lyrische Texte zum ersten Gedichtband, erste Erzählungen um die Umweltproblematik in der chemischen und der Baustoffindustrie, erste Texte zum Kalksteinbergbau.

1984 – 1989

Kontakte zum Evangelischen Kunstdienst, Sozialarbeit im Blindenverband, Mitarbeit im Schriftstellerverband Frankfurt/Oder; Gedichtlesungen zu den Friedensdekaden in Ostberliner Kirchen, kurzzeitige Kontakte zu kleinen DDR-Verlagen

(Union-Verlag und EVA = Evangelische Verlagsanstalt).

Erste Gedichtveröffentlichung in der „Auswahl ´84“ als Nachwuchsautor; Texte zu Skulpturen von M. Redecker, Berlin, Texte zur Tastausstellung am Brandenburger Dom; Lyrik-Förderpreis des DDR-Gewerkschaftsbundes; Erzählungen und Porträts über Blinde im Jahrbuch„Die Brücke“; Lyrische Prosa zu Hiddensee. Texte zur Westberliner Kunstausstellung im Katalog „Hände, die sehen können“.

1989 – 1991

Sommer 1989: Ausreise ins Ruhrgebiet; Mitarbeit im Schriftstellerverband NRW; Zusammenarbeit mit A-Kantor G. Blum, Datteln, und dem Photografen Thomas Strenge, Dortmund; Reise nach Hiddensee, Fotos für mein Hiddensee-Buch; G. Blum vertont neun Hiddensee-Gedichte; „Hiddensee-Lesungen“ mit Fotografie (Strenge) und Musik (Blum), Beginn der Projektarbeit „Skulptur & Literatur“.

Gedichte in der Anthologie „Zug (in der) Luft“, Berlin. Singspiel „Neue Bremer Stadtmusikanten“, Musik von G. Blum. Erzählungsband über Rüdersdorf und den Kalksteinabbau, Teilnahme am Umweltpreis des Landwirtschaftsministeriums NRW/Brandenburg; neue lyrische Texte; Konzeption einer eigenen Tastausstellung.

1992 – 1993

Der Komponist Burghart Söll, Leiden/NL vertont mein Prosagedicht „Stechlin“ sowie „Die Sonne“. Aufführungen für Gesang und Klavier in Deutschland und den Niederlanden, dort auch im Rundfunk. Zusammenarbeit mit dem „Dialog im Dunkeln“, Tastausstellungen „Skulptur & Literatur in Datteln, Soest, Dresden, Haltern, Hamburg, Duisburg, München und Salzburg. Im Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg wird die Tastausstellung im Dunkeln wiederholt. Das „Lyrikbrücken-Projekt beginnt in Dortmund.

Tasttexte zu zahlreichen Skulpturen. Der Band „Skulptur im Dunkeln“ erscheint in Duisburg. Fernsehdokumentation zum Tastprojekt im WDR. Der erste Gedichtband „Menschliche Landschaften“ erscheint in Berlin. Lyrische Texte zum Dortmunder „Atelier Europa“, gemeinsam mit Svend Pedersen, Kopenhagen. „Buridans Esel im Umweltschutz“ für die Akademikerzeitschrift „Universitas“

1994 – 1995

Erste Rundfunkarbeiten. Foto – Text – Lesungen mit Thomas Strenge, später auch mit Musik vom „Saxtrotett“ Marl, Vertonungen einiger meiner Gedichte durch Claudius Reimann. Das Projekt „Lyrikbrücken“ wird nach Kiel und Düsseldorf eingeladen. Tastausstellung in Dortmund, Berlin und Krefeld, „Tastwege“ wird zum Titel des literarischen Kunstprojektes und erhält Titelschutz; Performance „Zergliederungsübungen“ mit dem Maler M. Ogiermann in Dortmund.

Feature zu J. Bobrowski für ORB/WDR, Kurzgeschichten für Deutschlandradio; Interview mit I. Quaas über Erich Fried in der DDR; Performances, Kunstaktionen; szenische Lesungen mit Sonny Thet, Gedichte zu den „Lyrikbrücken“, gemeinsam mit S. Pedersen und P. Baumeister

1996 – 1997

Sizilienprojekt: durch Reisekontakte gelingt es, Autoren und bildende Künstler nach Partinico bei Palermo zum Arbeitsurlaub einzuladen. Literarisches Kunstprojekt „Tastwege“ mit großem Medienecho im Dresdener Hygiene-Museum.

Erstes Feature zu Günter Eich: „Ein Maulwurf aus dem Oderbruch“, für DTF. Erstes Hörbild „Alpträume auf der Orgelbank“ für die WDR Sendereihe „Lebenszeichen“. Die experimentelle Prosa „Requiem für Gran Partita“ und der zweite Gedichtband „Ein-Stein“ erscheinen in Berlin. Weitere szenische Lesungen mit Sonny Thet.

1998 – 1999

Erste Lesereise mit den „Lyrikbrücken“ nach Dortmund, Bonn, Weimar, Berlin. Eintritt in die „Europäische Autorenvereinigung Die Kogge“, Minden. Weiteres Lyrikbrücken-Programm in Minden und Berlin.

Mein Hiddensee-Buch, der dreiteilige lyrische Prosaband „Insel wo Träume ankern“ erscheint in Rostock. Weitere Hörbilder für den WDR. Weitere szenische Lesungen.
Im Künstlerbuch „Common Sence“, Halle 1998, erscheint das Prosagedicht „Silicon beach“.

2000 – 2001

„Lyrikbrücken-Lesung zu den Duisburger „Akzenten. Zusammenarbeit mit“ Aktion Mensch und dem Hygiene- Museum Dresden: der (im)- perfekte Mensch, Ausstellung und Wissenschaftliche Tagung; Berlin, Kunstforum Elisabeth, als König Kadmos und blinder Seher Theiresias in „Die Backchen“ (Euripides) nach Raul Schrott, Regie: Jörg Lukas Matthaei.

Weitere Hörbilder für WDR; die Tragikomödie „Stummfilm für einen Freund“ erscheint in Berlin und erhält ein Förderstipendium des Landes NRW. Moderation zu Dunkelkonzerten, Jazzfestival in Moers bis 2004; Feature „Tastwege, ein Exkurs über Hand und Haut“ für Deutschlandradio, weitere Hörbilder für WDR; Aufsatz „Performance als Lebenskunst“ im Böhlau-Verlag.

2002 – 2003

Auf Einladung von Jürgen Trinkus findet das literarische Kunstprojekt „Tastwege“ erstmals in Kiel, Schleswig-Holstein statt, intensive pädagogische Begleitung. Teilnahme am Hermann-Hesse-Festival in Calw/Schwarzwald, zahlreiche szenische Lesungen mit Sonny Thet u. a. Musikern.

Zweites Feature über Günter Eich: „Maulwürfe, Raben und Totentrompeten“ im NDR, Hörbilder für den WDR; Lesereise mit dem Hiddensee-Buch an der Ostseeküste auf Einladung von Prof. Ewald Tietz, Greifswald. Umfangreiche Arbeit am Lebensbericht von U. Richter „Pastors Kinder“.

2004 – 2005

„Tastwege“ in Neumünster; „Erste grenzüberschreitende Lyrikbrücken-Lesereise von Deutschland nach Polen: Bremen-Kiel-Lübeck-Sopot-Plock; Teilnahme am internationalen Lyrikertreffen in Polanica Zdroj, Polen.

Neue szenische Lesungen, zwei Hörbilder für den WDR; vier Lyrikbrücken-Programme erscheinen als Hörbücher in Berlin. Ein „Tastwege-Buch wird zur „zweihändigen Ausgabe“ vorbereitet, als „Buch der Berührung“ und „Buch der Besinnung“.

2006

Wiederaufnahme der szenischen Lesung „Requiem für Grand Partita“ mit Sonny Thet, Cello und Andreas Kebelmann, Foto, Regie, Schwarztsche Villa, Berlin-Steglitz;„Kunstgriffe“, Martini-Kirche Bielefeld: Tastwege-Variante zur Einzelausstellung des Kieler Bildhauers Jörg Plickat; Texte zu Skulpturen mit Musik von Andreas Heuser, Dortmund (E-Violine)

Lyrikbrücken-Lesereise rund um die Ostseeküste, Polen – Deutschland – Finnland.

Förderpreis des Deutschen Blindenhilfswerks Duisburg e.V. für die langjährige Arbeit am Projekt „Lyrikbrücken“; Herausgabe des fünften Hörbuchs zum Projekt in der dahlemer verlagsanstalt Berlin; Vorbereitungs- des Lesebuchs zum Projekt, gemeinsam mit M. Ploszewska; zahlreiche Gedichte in mehreren Anthologien des Eschbach-Verlages; Manuskriptarbeit an der Autobiografie des Cellospielers Sonny Thet: Bayon – ein musikalisches Doppelleben in Kambodscha und Deutschland“

2007

Katakomben-Theater Essen, drei Leseabende: „Blindgänger“ (Musik Frank Gratkowski, Köln),“Der Traum vom Labyrinth zu Babel“ (Musik Andreas Heuser, Dortmund, und Kazim Calisgan, Essen) und „Wind, Sand und keine Sterne“ (Musik Andreas Heuser); zwei Leseabende mit Musik in Dortmund und Berlin zum 3. Gedichtband „Auf dem Tastweg“; Viersprachiges Programm „Wortsuche“ (M. Ploszewska) zur Kogge-Tagung Minden.

Dritter Gedichtband „Auf dem Tastweg“ mit Texten zum Kunst- und Literaturprojekt „Tastwege“ bei der dahlemer verlagsanstalt Berlin, Michael Fischer; Buchpremiere auf der Buchmesse Leipzig, März 2007; Buchmanuskript „Sonny Thet: Bayon“ fertiggestellt. „Chemie und Literatur“, Auszug aus dem Buchmanuskript in „Die Horen“, Band 227.

2008

Stadtbibliothek Vlotho: „Der Traum vom Labyrinth zu Babel – Jorge Louis Borges als Lyriker und Weltliterat“, Performance mit Musik: Andreas Heuser, Dortmund, Gitarre; Kazim Calisgan, Essen Saz.
Braunschweig, Jakobs-Kemenate: „Wind, Sand und keine Sterne“, Dunkellesung mit Andreas Heuser, E-Violine; Universität Heidelberg, Germanistik: „Alpträume auf der Orgelbank“, Lesung und Diskussion. Polen: Lesereise nach Danzig, Plock, Warschau, u. a: mehrsprachige Lesungen, u. a. mit dem Gedichtband „Berührung“.

Künstlerbuch/Gedichtband „Berührung“, deutsch und polnisch; Hrsg., Ü: M. Ploszewska; Japanische Bindung I. Cesaro; Lederapplikation Piotr Szczepanski.

2009

Buchmesse Leipzig: 12 Lyrikbrücken-Dunkellesungen mit 9 weiteren blinden Dichtern aus neun Ländern; Hiddensee-Revival-Lesung in Vlotho; Dunkellesung des „Requiems“ in der Cranach-Stiftung Wittenberg (20 Jahrestag friedliche Revolution); Vorpremire: „Sonny Thet, mein musikalisches Doppelleben …“ in Merseburg

„Lyrikbrücken –Lesebuch in zehn Sprachen [Autor und Hrsg], dahlemer verlagsanstalt Berlin, Michael Fischer; „Strandgut“ [Autor und Hrsg], Anthologie von 28 Kogge-Autoren, die im Kloster Himmerod schrieben, Himmerod-Drucke; „Sonny Thet – mein musikalisches Doppelleben in Kambodscha und Deutschland“, Agenda-Verlag Münster




Stand: Oktober 2009



Stand: 31.07.2010 | Besucher: 13828